Bibelwort


Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde,

es ist nicht mehr lange hin, dann beginnen die Sommerferien. Für viele – auch für mich – ist das Reisezeit, eine besondere Zeit, für die ich gern besonders hinhöre, wenn mir einer Gottes Segen zusagt. So ein Reisesegen ist ein gutes Wort. Der Segen erinnert daran, dass wir unsere Wege nicht allein gehen. Gott ist dabei, auch auf Reisen.
Manchmal weiß man nicht, was einen am Ende einer Reise erwartet, kann erst innerlich losgehen, wenn ein gutes Wort Mut dazu macht.
„Geh mit Gottes Segen.
Er halte schützend seine Hand über dir, bewahre deine Gesundheit und dein Leben und öffne dir Augen und Ohren für die Wunder der Welt.
Er schenke dir Zeit, zu verweilen, wo es deiner Seele bekommt.
Er schenke dir Muße, zu schauen, was deinen Augen wohltut.
Er schenke dir Brücken, wo der Weg zu enden scheint und Menschen, die dir in Frieden Herberge gewähren.
Der Herr segne, die dich begleiten und dir begegnen.
Er halte Streit und Übles fern von dir.
Er mache dein Herz froh, deinen Blick weit und deine Füße stark.
Der Herr bewahre dich und uns und schenke uns ein glückliches Wiedersehen.“ (Gerhard Engelsberger)
Aus einem solchen Segen kann sich eine stärkende Kraft entfalten. Sie wirkt gegen die Seite des Lebens, die Gefährdungen kennt, Bedrohliches, eine ungewisse Zukunft.
Was dann mit einem Segen aufIeuchtet, ist Wohlergehen, erfülltes Leben‚ Friede.
Freie Zeit im Sommer bringt viele Menschen in Bewegung, ganz im wörtlichen Sinn bringt sie Menschen von Ort zu Ort, lässt aber auch die Gedanken auf Reisen gehen. Es ist die Gelegenheit, Vergangenes zu überdenken, aber auch Zukünftiges zu planen. Welche Träume habe ich für die Zeit, die kommt? Welche Visionen möchte ich für die Jahre, die kommen, entwickeln?
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Suche nach Erholung, Entspannung und viele Möglichkeiten zum Kraftschöpfen. Ich wünsche Ihnen zugleich Anregungen und Impulse, die fortwirken, wenn die Reise längst Vergangenheit ist.
In dem allen aber wünsche ich Ihnen Gottes Schutz und Begleitung – seinen Segen eben. Seien Sie Gott befohlen.


Ihr Superintendent

Bernd Reitmayer