Bibelwort


Liebe Gemeindeglieder
unserer Gemeinden,
liebe Freunde,

„Martin Luther allüberall“ - Im Jahr 2017 begegnet man dem Reformator auf die vielfältigste Weise. Da gibt es Lutherbier und Lutherkekse, Lutherbonbons und „Lutherol“ (ein lustiges „Medikament“ für die Seele), Lebensbeschreibungen in Buchform und im Fernsehen – und immer wieder auch das peinliche Thema „Luther und die Juden.“

Dabei haben wir 2017 gar kein Luthersondern ein Reformationsjubiläum, wie der Bohmter Pastor Hartmut Weinbrenner immer wieder betont.

Und was feiern wir da eigentlich? Was war diese „Reformation“? Ihr Kern war die Glaubenserkenntnis, dass wir Menschen Gott recht sind „aus Gnaden um Christi willen durch den Glauben.“ So formuliert es später das Augsburger Bekenntnis. Eine Beziehung zu Gott, die heilsam ist für das Leben und tragfähig für das Sterben – sie ist Gottes Geschenk an uns.

Bei der Taufe fängt Gott an, uns damit zu beschenken. Wo er uns in den Worten der Bibel begegnet, erneuert er dieses Geschenk. Und ganz besonders sichtbar wird das bei den Worten, die das Abendmahl begleiten: „Für dich gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden“, und da, wo ich erleben darf, dass mir jemand die Hand auf den Kopf legt und mir in Gottes Namen zusagt: „Dir sind deine Sünden vergeben.“

Zu einem Festgottesdienst, in dem das von neuem Wirklichkeit wird, lädt unsere Kirche unter dem Motto „Freude in Christus“ für den 24. Juni nach Wittenberg ein. Unser Gemeindeausfl ug wird uns dorthin führen. Aber auch jedes Mal, wenn in unserem Gottesdienstkalender „Beichte“ steht, kann man diese Freude in unseren Kirchen erleben, erleben, dass Gott uns wieder an sein Herz zieht.

In seinem Popsong zum Reformationsjubiläum dichtet Addi Manseicher darum: „Allein aus Gnade – gehört uns sein Herz. Allein durch den Glauben - zieht er uns himmelwärts. Allein seine Worte – soll’n uns Wegweiser sein auf dem Weg nach Hause - zu Christus allein.“


Ihr Superintendent

Bernd Reitmayer